Else Buschheuer ist ja vorgestern (nach europäischer Zeit) nun nach Indien gereist. Ihre aktuellen Erlebnisse gibt es in ihrem Weblog, siehe Linkliste oder direkt hier!
und zwar weil sie seine Hackfresse ohne seine Erlaubnis verwendet haben. Tja, so ein Unfug rächt sich eben, lieber Media Markt. Und ich dachte, wenigstens Ihr seid nicht blöd...
Wann klagen eigentlich endlich mal Verbraucher gegen diese Überpräsenz dieses Knautschkopps?
Über 20 Jahre quält uns nun Microsoft schon mit seinen unausgegorenen Betriebssystemen (naja, XP geht eigentlich...). Hier kann man die Geschichte von Windows nachlesen.
Kann es vielleicht sein, dass die Jungs von Pizza Max etwas zuviel MAD-Heftchen lesen, oder wie sonst kommt man auf einen solchen Produktnamen? , Gröner, übernehmen Sie!
...zu verbringen, ist gemütlich und nett. Wer hat diesen Schlager nochmal gekräht? Wencke Myrhe? Schreibt man die überhaupt so? Wie schön, wenn man zwei Computer hat, die Windows-Fräse auf dem Schreibtisch und der Mac neben dem Bett zum CD hören und pdfs lesen. Zum Beispiel "Anke Gröner": das ganze Weblog runterladen und dann gemütlich im Bettchen lesen, dabei größere Mengen Lachstoast und Schokolade vertilgen. Genau die richtige Lektüre für Sonntagnachmittag, wo eh nix los ist und es draußen regnet. In meiner Videothek um die Ecke gibt es inzwischen nur noch Mist (ich habe am Freitag mal wieder nachgesehen). Na gut, notfalls hätte ich mich noch auf "Sweet Home Alabama" mit u. a. Reese Witherspoon eingelassen, aber der war natürlich ausgeliehen. Ne, is klar…
Abends dann Spaghetti. Eigentlich die einzige feste Nahrung, die man zu sich nehmen kann (außer Lachsbrötchen und Schokolade natürlich), wenn man abends zuvor ordentlich Bier getrunken hat, um dabei schon mal für März die Reise nach Bielefeld zum Konzert der "Einstürzenden Neubauten" zu planen. Und überhaupt: Biertrinken und dabei das Rauchen aufzuhören, das ist schon echt hart!
Dafür jetzt gerade ganz viel Spaghetti verdrückt. Bin jetzt so richtig pappensatt, aber so was von schnackedackevoll…. Vielleicht erst mal ein kleines Verdauungsschläfchen? Aber nachher kommt ja noch mein verehrter Herr Mitbewohner AC, auf dass ich einige Photos von ihm für sein Weblog mache. Na, vielleicht springt ja dann anschließend noch ein kleiner Gute-Nacht-Imbiss bei unser lieben Freundin SMS heraus…
(Was ist eigentlich heute mit dem Internet los? Dauernd kommt man nicht rein, und wenn, dann suuuuuper langsam…)
Ziemlich klasse finde ich ja den Blogplan Berlin (siehe Linkliste - Berlin bloggt). Aufgebaut auf dem Berliner U-Bahnplan kann man die einzelnen Stationen anwählen und dann sehen ob und wer da z. B. am Adenauer Platz sein Blog eingetragen hat. Gibt es übrigens auch für andere Städte, u. a. Hambur, Düsseldorf... In München hat sich leider an meinem 'Heimatbahnhof' (Bonner Plat) noch keiner eingetragen. Gibt es in Schwabing keine Blogger? Und am Halleschen Tor in Berlin bin ich auch der Einzigel... Hm. Das gibt mir irgendwie zu denken...
Ziemlich unreduziert erwachte Volker. Er fühlte sich... nicht gut! Ihm tat so ziemlich alles weh, was einem nur weh tun konnte, selbst Teile des Körpers, von denen er nie vermutet hätte, daß sie schmerzen könnten, wie zum Beispiel seine Haare. Außerdem war die Situation eingetreten, die in seinem Freundeskreis einhellig als die wohl peinlichste Morgen-Danach-Situation galt. Er lag mit seinem Gesicht auf einer seiner zahlreichen Wichsvorlagen, die Unterhose bis zu den Knien heruntergelassen und sein Penis, der nun zu einer beachtlichen morgendlichen Errektion gewachsen war, steckte in einem unbenutzten Kondom. Er versuchte, sich das Ding abzustreifen, aber es ging nicht. Das Kondom klebte praktisch wie eine zweite Haut fest auf seinem Penis, der wiederum so hart war, daß er damit einen gefrorenen Acker hätte umpflügen können. Und das ausgerechnet jetzt! Wo er superdringend pissen mußte. Wichsen kam in seinem Zustand ja nun überhaupt nicht in Frage, dazu war Volker viel zu verkatert. Das muß aber auch wieder eine Nacht gewesen sein, dachte er sich und fuhr sich durch seine schmerzenden und zerzausten Haare. Und dann dieser fürchterliche Gestank in der Bude. Monatelang nicht gelüftet, ebenso lange das Bettzeug nicht gewechselt, im ganzen Zimmer Socken und Unterhosen, die schon lange keine Waschmaschine mehr von innen gesehen hatten. Dazu ein Geruchsgemisch aus kaltem Rauch, umgekippten Bier und ranzigem Sperma. Da war es auch kein großes Wunder, daß Volker seit geraumer Zeit keine Freundin mehr hatte.
Mit seiner letzten hatte er übrigens recht unspektakulär Schluß gemacht. Aus der Beziehung war halt einfach die Luft raus.
Du, sollen wir vielleicht Schluß machen? Fragte er sie.
Mpf, war die einzige Antwort, die er bekam.
Ok, Tschö....
Und das war’s dann gewesen. Gut, heute hätte er es ihr mit dieser Latte besorgt, daß ihr hören und sehen vergangen wäre. Wenn sie dagewesen wäre.... Das Ding stand waagerecht von ihm ab. Interessiert sah er an seinen Lenden herunter. Was für ein Prachtschwanz, dachte er sich. 23 cm lang und 6 cm dick. Wie ein Kinderarm! Irgendwann wollte er sich mal das Wort "Sprengstoff" in sein Gerät eintätowieren lassen. Oder, haha, noch besser, "Lang und Dick: Frauenglück!" Wenn er irgendwann mal Geld dafür hätte.
Volker schleppte sich aufs Klo. Zu allem Überfluß mußte er nun auch noch ganz tierisch kacken. Der morgendliche Bierschiß, der so in einem Schwall aus dem Anus herausglitscht und ganz fürchterlich stinkt! Nur, wie sollte er sich mit diesem Riesenständer aufs Klo setzen? Er versuchte, den Prügel unter die Klobrille zu schieben, was auch gelang. Da kam auch schon die erste Ladung von hinten. Aber deftigst! Und jetzt pissen! Doch, hoppla, Moment! Da steckte ja noch der Präser auf seiner Nudel! Er versuchte noch, das Kondom abzuziehen, als es auch schon aus ihm herauslief. In die Lümmeltüte. Und es hörte gar nicht mehr auf! Das Kondom füllte sich und wuchs und wuchs. Er stand auf, die Unterhose immer noch in den Kniekehlen. Volker wunderte sich noch, wieviel Fassungsvermögen so ein Kondom doch hat, als es auch schon passierte: Mit einem lauten Schmatzen zerriß das Gummi und Volker war praktisch von oben bis unten mit seinem übelriechenden Morgenurin besudelt. Und, als würde nicht das schon ausreichen, kam hinten auch schon wieder eine Restladung herausgeschossen und landete direkt an seinen Beinen und in der heruntergelassenen, zugegebenermaßen nicht besonders sauberen Unterhose. Und dazu dieser bestialische Gestank!
Da schellte es an der Türe.
Wer’s 'n da?
Ich bin's, Rhea!
Auch das noch! Die Frau, die er seit Wochen ergebnislos anbaggerte, auf die er ziemlich abfuhr, die er unbedingt mal tackern wollte (bei ihr natürlich, sie wenigstens einmal auffalten und nach Strich und Faden durchbügeln!) und die er auch letzte Nacht nicht abschleppen konnte, mußte ausgerechnet jetzt hier bei ihm vor der Tür stehen.
Moment, komme gleich!
Hastig sprang er – praktischerweise gleich mit seinen eingesauten Sachen – unter die Dusche und wusch sich die Scheiße von den Beinen. Dann rein in den auch nicht gerade sehr appetitlichen Bademantel und öffnete die Tür. Wenigstens hatte er jetzt keinen Ständer mehr, das hätte ja gerade noch gefehlt! Das haßte er wie die Pest, daß Leute unangemeldet bei ihm reinschneiten! Sie hätte ja wenigstens mal vorher anrufen können.
Hallo, Volker, heute ist so schönes Wetter, und ich dachte mir, ich schau mal bei dir rein, so ganz spontan. Du hattest mich doch mal eingeladen zu einem Balkonfrühstück!
Hi, äh, ja, komm doch rein. Es ist leider gerade etwas unaufgeräumt bei mir...
Das war – gelinde gesagt – eine starke Untertreibung. Tatsächlich sah es in seiner Wohnung aus wie in einer Junkhöhle. So roch es auch. Und das war ihm nun doch sehr peinlich. Vor allem, weil er Rhea kurz zuvor erzählt hatte, in was für einer geilen Wohnung er doch wohnen würde. Die Wohnung war an und für sich auch nicht schlecht, ein Zimmer, Bad, Küche, Balkon, Kabel, Südseite mit Blick auf den Park. So gesehen... Und er hatte sie – natürlich ganz unverbindlich – zu einem Sonntagmorgen-Balkon-Frühstück eingeladen, bei Sonne, zu zweit, ganz gemütlich. Danach hätte er dann einfach wieder versucht, sie flachzulegen. In seiner Phantasie. Daraus würde nun wohl erst mal nichts werden. Denn dazu hätte man in einer konzertierten Aktion den Balkon entrümpeln müssen, das heißt, die ganzen leeren Bierflaschen entsorgen, die sich dort schon seit Monaten türmten. Volker hatte aber auch nie damit gerechnet, daß Rhea tatsächlich mal eines Tages völlig spontan bei ihm aufkreuzen würde.
Rhea versuchte, ihr Entsetzen so gut es eben ging zu verbergen. Der oberaffengeile Stereofarbfernseher entpuppte sich als eine popelige Schwarzweißglotze, die mit einem fingerdicken Film aus Nikotin überzogen war. Die Stereoanlage: Das Cassettenfach stand offen, unten hing ein ziemlich fetter Bandsalat heraus. Auf dem mit Flecken übersäten Teppichboden, der seit dem Einzug von vor zwei Jahren noch nie die Bekanntschaft mit einem Staubsauger gemacht hatte, allerlei Unrat. Die wenigen Sitzmöglichkeiten verschwanden unter Volkers seit Äonen nicht mehr gewaschener Schmutzwäsche. Und hier sollte sie frühstücken? Sie kämpfte mit einem nicht unerheblichen Würgereiz.
Sie sah sich um. Sie hatte schon allerhand gesehen in ihrem jungen Leben, aber das übertraf alles bisher dagewesene. Das würde nie und nimmer zu Toppen sein! Was für ein Penner! Und er hatte ihr wochenlang von seinem tollen Job erzählt, daß er bombig verdiene und er eigentlich außerhalb der Stadt wohne, aber meistens in seinem Stadtappartment nächtige, weil das praktischer sei. Und jetzt das!
Volker bemerkte natürlich ihr Entsetzen und er hätte sich in den Arsch beißen können, daß er so dick aufgetragen hatte. Irgendwann mußte das alles ja mal herauskommen, nur, mußte das ausgerechnet heute sein, wo er sich ohnehin schon so miserabel fühlte?
Wie wär's mit 'nem Kaffee? Fragte Volker in die peinliche Stille hinein.
Nee, du, echt nicht! Wer weiß, was ich mir bei Dir sonst noch hole!
Ihr angeekelter Blick glitt zum Bett. Au, verdammt, dachte sich Volker, denn direkt neben seinem Kopfkissen lagen noch seine Wichsvorlagen. Schäbige Billigpornos mit reichlich unattraktiven Modellen, die wiederum überwiegend abstoßende Genitalien ihr Eigen nannten... Und sich daran auch noch gegenseitig mit der Zunge... Rhea würgte. Mit spitzen Fingern hob sie eines dieser Hefte hoch.
Und auf sowas holst du dir also einen runter? Igitt! Pfui deibel! Weißt du, eigentlich dachte ich mir, ich könnte es ja vielleicht doch mal mit dir probieren, wo du mich doch schon seit Wochen so angebaggert hast. Aber, nee, du, vergiß es! Das ist ja ekelerregend!
Ihr kam's auf einmal hoch. Mit gewölbten Wangen rannte sie in Richtung Badezimmer. Als sie vor dem zugeschissenen Klo stand, verging ihr nun wirklich alles. Volker hatte in seiner Hast glatt vergessen, die Spülung zu betätigen. Sie kotzte sich fast die Seele aus dem Leib. Das war echt zuviel!
Damit wandte sich Rhea zum Gehen. In der Wohnungstür drehte sie sich noch mal um und sagte:
Ach übrigens, sei doch so nett und sprich mich nie wieder an! Es wäre mir nämlich sehr unangenehm, wenn die Leute mitkriegen, daß ich so eine Pottsau wie dich überhaupt kenne, OK? Und noch was, du solltest mal dringend lüften, bei dir stinkt's als hätte eine Horde Elefanten hier reingeschissen. Und dann ruf am besten gleich noch die Müllabfuhr an!
Sprachs, zog die Tür hinter sich zu, ging und ward fortan nicht mehr gesehen.
Und Volker? Na, für den war der Tag gelaufen. Aber so richtig! So langsam begriff er, daß damit auch sein gesellschaftliches Leben gelaufen war. Denn, natürlich würde Rhea überall erzählen, was sie bei ihm sehen mußte. Daß der angeblich so erfolgreiche Volker in Echt nur ein armseliger Penner sei, der in einer absolut durch und durch zugesifften Wohnung vegetierte, denn: Leben oder gar Wohnen konnte man das ja nun beim besten Willen nicht mehr nennen. Im Nachhinein bedauerte Rhea, daß sie keinen Fotoapparat dabei hatte, denn diesen Saustall hätte man eigentlich fotografieren müssen, weil einem das sonst eh keiner glaubt.
1. Das Ende der Leidkultur.
2. Deutschland sucht die Bundespräsidentin: Casting-Show mit Zuschauerwahl.
3. Dieter Wedel verfilmt den "Suhrkamp-Clan", mit Mario Adorf als der Große Verleger (um die weibliche Hauptrolle wetthexen Hannelore Elsner und Iris Berben).
4. Gedankenfreiheit für die FDP.
5. Das Wunder von Nürnberg: Gerster findet in einem Schacht von Lengede tausende von verschütteten Arbeitsplätzen.
6. Joschka Fischer heiratet Condoleezza Rice.
7. Die ganz große Gewerkschaftsreform: Putschini statt Verdi.
8. Ein neuer Einstein für die Rentenformel.
9. Mehr Neoliberalismus in den Vorstandsetagen: Hire and fire beginnt an der Spitze (siehe Toll Collect).
10. Gerhard Schröder löst Rudi Völler ab.
11. Angela Merkel wird Büroleiterin im neuen James-Bond-Film: Miss Moneypony.
12. Ein soziales Jahr für Pensionäre und Rentner.
13. Berlin wird wie Washington: Der Bund zahlt seine Hauptstadt selbst.
14. Saddam bei Sabine Christiansen.
15. Politiker müssen ihre Steuererklärung selbst ausfüllen.
16. "Good-Bye, Lenin!" als deutscher Beitrag auf den Filmfestspielen von Pjöngjang.
17. Am 9. November 2004, dem 15. Jahrestag der Maueröffnung, wird die Grenze wieder dichtgemacht, damit Ossis und Wessis merken, was sie aneinander haben.
18. Mehr Demographie wagen!
19. Arbeitslose übernehmen ab 1. Februar 10000 neue Zeitarbeitsjobs als LKW-Mauteintreiber und –kontrolleure an Grenzen und Tankstellen (im Handbetrieb).
20. Die Pille für mehr Babys danach.
21. Unzertrennliche Sockenpaare.
22. Mehr Ecstasy für Gerhard Schröders Redenschreiber (falls nicht Nr. 10).
23. Schwarzarbeiter streiken für die große Steuerreform
24. Ägyptologen erforschen die Alterspyramide.
25. Berlins neuer Großflughafen wird durch eine Jammermaut finanziert.
26. Geschmacksgene für die Hollandtomate.
27. Waschmaschinen, die scheidungswillige Sockenpaare therapieren (siehe auch Nr. 21).
28. Beibehaltung der Sommerzeit, ganzjährig.
29. Frank Castorf finanziert Claus Peymanns Zahnersatz.
30. Hosenpfand für Männershorts in der Öffentlichkeit.
31. Berlin-Werbung: Michael Jackson wird mit einer Erwachsenen erwischt, als er sie im "Adlon" aus dem Fenster hält.
32. Bayern führt die D-Mark wieder ein.
33. Eine Berufsarmee für den Aufbau Ost.
34. Handy-Zonen auf Flughäfen, in Zügen und Restaurants.
35. Das Ende der Betonkopfära im Kartellamt.
36. Fahrräder aus Leuchtmetall.
37. Noch so ein Sommer!
38. Sämtliche Berliner Opern und deutschen Filmförderungsanstalten ziehen in das (sofort) wiederaufzubauende Berliner Schloss.
39. Michael Schumacher entwickelt ein Mautsystem, das bereits 2010 funktioniert.
40. Revolution der Verwaltungen: Abschaffung der Zimmerpflanze in Diensträumen.
41. Witz komm raus im Bundestag: Herbert Wehners gesammelte Zwischenrufe als Pflichtlektüre für alle Abgeordneten.
42. Miles & More bei der Bahn.
43. Aus dem "Bordrestaurant" der Bahn wird wieder ein Speisewagen.
44. Wäschetrockner, die untreue Socken entgültig zur Raison bringen (siehe auch Nr. 27).
45. Fußballreporter, die mehr sehen als Fernseher.
46. Die Hanauer Plutoniumfabrik nach China – im Tausch gegen alle inhaftierten Dissidenten.
47. Schluss mit dem Ladenschlussgesetz.
48. Wiedereinführung des Rabattgesetzes, damit Ruhe an der Verkaufsfront herrscht.
49. EC-Kartenzahlung bei Aldi.
50. Ein Jahr Klageverbot für Unternehmer (siehe auch Nr. 1).
51. Christoph Schlingensief gewinnt endlich den Oberhausener Kurzfilmpreis.
52. Zukunftspolitik wird Gegenwartspolitik: Klaus Wowereit macht Bildung, Wissenschaft und Kultur zum zentralen Projekt Berlins.
53. Kopftuchgebot für Rudolf Mooshammer.
54. Michael Moore wird US-Botschafter in Berlin (siehe auch Nr. 6).
55. Harald Schmidt übernimmt die "Tagesschau".
56. Franzi van Almsick holt Olympiagold in Athen und heiratet Johannes B. Kerner.
57. Franz Beckenbauer moderiert die "Tagesthemen" und heiratet Anne Will.
58. Ein deutscher Nobelpreisträger, der nicht in den USA lebt.
59. Gesangsunterricht für Fußballfans, Gesangsverbot für Nationalspieler.
60. Die Frauen-Nationalmannschaft übernimmt Hertha BSC.
61. Alexander Kluge und Henryk M. Broder werden Assistenten von Anke Engelke, der Nachfolgerin von Harald Schmidt.
62. Made in Germany: der Studentenbeschleuniger.
63. Französische und holländische Fußballschulen für den DFB-Nachwuchs.
64. Zurück in die Zukunft: Wir spenden für Lehrergenesungsheime.
65. Kostenloser Internetzugang für Pensionäre und Rentner.
66. Abschaffung der Vergnügungssteuer, Einführung der Langeweilesteuer (auch für öffentlich-rechtliche Anstalten).
67. Zidane entdeckt deutsche Vorfahren und darf ab 40 für Deutschland spielen.
68. Studiengebühren sofort: Wer das Studium der Kinder finanziert, zahlt weniger Erbschaftssteuer.
69. Studienkonten bei der Berliner Bankgesellschaft.
70. Deutsch als erste und Englisch als zweite Fremdsprache ab der 1. Klasse.
71. Neukölln wird Weltkulturerbe.
72. Aufstand der jungen Türkinnen in Deutschland: für Liberalität und Integration, gegen die Macho-Getto-Landsmänner von Kreuzberg bis Kaiserslautern.
73. Unis sanieren sich durch Titelhandel.
74. Ende des 0,1-Liter-Nepps bei offenem Wein im Restaurant.
75. Plastikhüllen für CDs, die sich ohne Messer, Schere und brechende Fingernägel öffnen lassen.
76. Kostenloser Übersetzungsservice für Gebrauchsanweisungen elektronischer Geräte.
77. Kinder, die das Katzenklo sauber machen.
78. Berliner Taxifahrer schreiben ein Benimm-Buch für alle.
79. Die Klitschkos boxen doch gegeneinander.
80. Es darf gelacht werden: über Lea Rosh, den Papst, die Telekom, Martin Walser, die Opernreform, Bischof Huber, den Flächentarifvertrag, Michel Friedman, das Arbeitslosengeld 2, Engelen-Käfer, das Haushaltsloch, den Verbraucherschutz…
81. Mehr VfB Stuttgart, mehr junge Schwabenpfeile in träge Fußballerherzen, ach!
82. Die deutsche Fußballprofireform: Gehaltskürzungen für Querpässe, Prämien für Steilpässe, Doppelpässe für Ausländer (siehe auch Nr. 60, 63, 67, 81).
83. Mehr Fußball im deutschen Feuilleton.
84. Wolfgang Thierse kauft sich ein Fernsehgerät.
85. Die Nichtwählerpartei als neue politische Kraft.
86. Endlich Hotels am Scheideweg bauen.
87. Promi-Biografien müssen durch den Vermittlungsausschuss.
88. Eine neue Fußball-Spielklasse für gemischte Teams (Frauen und Männer, siehe auch Nr. 60).
89. Bohlen for Columbine.
90. Ein Pressefusionsgesetz, das den Erhalt von Qualitätszeitungen schützt.
91. Deutsche Airlines bieten absoluten Schutz von Terroristen und Entführern: Das Nacktflugverbot muss fallen.
92. Vier autofreie Sonntage im Jahr.
93. Befreiung vom Pullunderzwang für Genscher, Stiegler & Co.
94. Ralph Siegel komponiert nur noch für die Badewanne.
95. Ölquellen in Mecklenburg-Vorpommern.
96. Pflichtpfand für Zigarettenkippen.
97. Pauschalreisen zum Licht am Ende des Tunnels.
98. Abschaffung aller Ruck-Initiativen: Wer noch weitere Ruckreden hält, kommt ins Deutsche Historische Museum, Abteilung Rucksäcke.
99. Das Wort "Stress" wird gestrichen: Wiedereinführung der 45-Stunden-Woche (mit Steueranreizen für Job-Sharing).
100. Nationale Kampagne auf allen Kanälen: "Geist ist geil."
+10°C
Die Bewohner von Mietwohnungen in Helsinki drehen die Heizung ab. Die Lappen (Bewohner Lapplands) pflanzen Blumen.
+5°C
Die Lappen nehmen ein Sonnenbad, falls die Sonne noch über den Horizont steigt.
+2°C
Italienische Autos springen nicht mehr an.
0°C
Destilliertes Wasser gefriert.
-1°C
Der Atem wird sichtbar. Zeit, einen Mittelmeerurlaub zu planen. Die Lappen essen Eis und trinken kaltes Bier.
-4°C
Die Katze will mit ins Bett.
-10°C
Zeit, einen Afrikaurlaub zu planen.
Die Lappen gehen zum Schwimmen.
-12°C
Zu kalt zum Schneien.
-15°C
Amerikanische Autos springen nicht mehr an.
-18°C
Die Helsinkier Hausbesitzer drehen die Heizung auf.
-20°C
Der Atem wird hörbar.
-22°C
Französische Autos springen nicht mehr an.
Zu kalt zum Schlittschuhlaufen.
-23°C
Politiker beginnen, die Obdachlosen zu bemitleiden.
-24°C
Deutsche Autos springen nicht mehr an.
-26°C
Aus dem Atem kann Baumaterial für Iglus geschnitten werden.
-29°C
Die Katze will unter den Schlafanzug.
-30°C
Kein richtiges Auto springt mehr an.
Der Lappe flucht, tritt gegen den Reifen und startet seinen Lada.
-31°C
Zu kalt zum Küssen, die Lippen frieren zusammen.
Lapplands Fußballmannschaft beginnt mit dem Training für den Frühling.
-35°C
Zeit, ein zweiwöchiges heißes Bad zu planen.
Die Lappen schaufeln den Schnee vom Dach.
-39°C
Quecksilber gefriert. Zu kalt zum Denken.
Die Lappen schließen den obersten Hemdknopf.
-40°C
Das Auto will mit ins Bett.
Die Lappen ziehen einen Pullover an.
-44°C
Mein finnischer Kollege überlegt, evtl. das Bürofenster zu schließen.
-45°C
Die Lappen schließen das Klofenster.
-50°C
Die Seelöwen verlassen Grönland.
Die Lappen tauschen die Fingerhandschuhe gegen Fäustlinge.
-70°C
Die Eisbären verlassen den Nordpol.
An der Universität Rovaniemi (Lappland) wird ein Langlaufausflug organisiert.
-75°C
Der Weihnachtsmann verlässt den Polarkreis.
Die Lappen klappen die Ohrenklappen der Mütze runter.
-120°C
Alkohol gefriert. Folge davon:
Der Lappe ist sauer.
-268°C
Helium wird flüssig.
-270°C
Die Hölle friert.
-273,15°C
Absoluter Nullpunkt. Keine Bewegung der Elementarteilchen.
Die Lappen geben zu: 'Ja, es ist etwas kühl, gib' mir noch einen Schnaps zum Lutschen'
BEKLOPPTE GEBEN SICH DEN REST
Silvester
Nicht mehr lange, und er schlägt gnadenlos zu: der debile Salzletten Frohsinn zur Jahreswende. Schon am frühen Morgen marodiert die verwahrloste Jugend mit Böllern durch die Verkaufszonen und verwandelt sie in ein heimeliges Sarajevo. Hier sprengt ein Kanonenschlag den Briefkasten, dort jagt ein Zieselmann dem stoischen Wachtturmverkäufer die himmlische Botschaft aus den verfrorenen Fingern. Unterdessen versuchen die Bekloppten und Bescheuerten noch teilverseuchtes Gekröse fürs abendliche Fondue zu ergattern. Hinterm umklappbaren Rücksitz des fernöstlichen Knuffi-Autos liegen schon acht Kisten »Schloss Frankenstein«, mit denen sich die Alkoholiker-Schicksalsgemeinschaft — genannt Ehe — des Abends vorm TV den Brägen durchpustet. Wenn die Beute aus der Fußgängerzone heimgetragen, gilt es für die längste Nacht des Jahres zu rüsten: der Fischli will anständig präsentiert sein, der Darmzottenspieß fürs Fondue gestaltet und natürlich die Königin des Neujahrskaters bereitet werden: die Silvesterbowle. Man nehme ein leidlich von Algen befreites Aquarium, zehn Liter Kellergeister, ca. fünf Kilo in Springer Urvater gereifte Dosenananas und würze mit einer Flasche Apfelkorn etwas nach. Nur anderthalb Gläser dieser Mörderbrühe verwandeln jeden harmlosen Partygast in ein verröchelndes Ausscheidungsorgan. Damit sich im mitternächtlich Erbrochenen auch noch einige feste Bestandteile finden, reicht der aufmerksame Gastgeber noch eine Platte zuckriger Fettkringel herum. Wer es jetzt immer noch nicht schafft, das neue Jahr als physisches Wrack zu beginnen, ist selber schuld. Gerne wird auf der Silvesterparty neben unkontrolliertem Alkoholkonsum auch noch einem anderen Vergnügen gefrönt: Aus dem Orkus des Plattenschranks werden die verkratz ten Scheiben mit Hits à gogo von James Last hervorgekramt und zu längst vergessenem La Bostella und Letkiss die verfettete Nachbarin respektive deren schwammiger Gemahl angegrabbelt. Um zwölf liegt sich dann die ganze besoffene Blase draußen in den Armen — der Schlaue nutzt die Gelegenheit und kotzt in die Koniferen. Spätestens fünf nach zwölf wird sich jeder Gast des erbärmlichen Elends der Party bewusst und versucht die noch funktionierenden Reste seines vergifteten Körpers in das heimische Endlager zu transportieren. Doch allein, es will kein Taxi kommen, und selbst die dicke Gattin kann nicht mehr fahren, was den Ehemann zu dem Neujahrsgedanken hinreißt, weshalb er den verlebten Brocken überhaupt noch durchfüttert, wenn nicht einmal die Restfunktion des nächtlichen Fahrdienstes noch gewährleistet ist.
Eine Silvesterparty zerstört sich selbst durch mindestens drei fundamentale Irrtümer. Erstens: Der kalendarische Zufall sei ein Anlass zum Feiern. Zweitens: Die Sollbruchstelle um zwölf heize die Stimmung an. Und drittens: Je mehr Leute zur gleichen Zeit betrunken sind, desto schweinelustiger sei die ganze Chose. Das Gegenteil ist der Fall: Wird eine dumpfe Sauferei doch erst dadurch zum Fest, dass andere von ihr ausgeschlossen sind. Wenn im Dezember 1999 die Mega-Silvesterparty droht und die ganze Weltbevölkerung in einen kollektiven Vollrausch verfällt, so wird derjenige das Jahrtausendgeschäft machen, der einwöchige Komaspritzen rezeptfrei am Kiosk verkauft. Ich bestell‘ jedenfalls schon mal eine.
So, jetzt bin ich also auch dabei und hab mir dann auch so ein Weblog zugelegt. Das kann ja dann, bei dem, was ich so erlebe, noch ganz irre werden.
Irre werde ich aber hauptsächlich erstmal mit diesem Scheißsylvester. Wie jedes Jahr herrscht in Berlin mal wieder der Ausnahmezustand. Man kann keinen Meter mehr auf dem Fahrrad zurücklegen, ohne Angst haben zu müssen, dass einem irgendein Vollpfosten die halbe Stadt unterm Hintern wegsprengt. An jeder Ecke Detonationen. Und morgen ab der Dämmerung heißt es dann nur noch "duck and cover".
Wir haben das ja vor ein paar Jahren mal ausprobiert, was jedes Jahr geraten wird: Brot statt Böller. Netter Gedanke, aber tatsächlich war's eher... naja, blöd! Brote hochwerfen, was für ein Schwachsinn. Und als mir dann so ein 2 kg Laib Graubrot auf den Kopf gefallen ist, hat's mir dann endgültig gereicht. Der Garten sah am nächsten Morgen aus.... ne ne ne! Überall feuchtes Brot, labbrige Toastbrotscheiben. Kann ich also nicht wirklich weiterempfehlen.
Lolcat-Übersetzer
Für alle, die schon immer seinen oder ihren abfotografierten...
by seattledirk (19:29)
Das Wetter...
Meinung kundtun
wer hier was sagen will, soll das auch tun
allerdings spiegeln kommentare, die nicht von mir verfasst wurden, nicht unbedingt meine meinung wider.
hier steht nur freie meinung, ohne anspruch auf realität!
Wer mir was schreiben mag:
Disclaimer
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